Förderung mit dem Hund

 

Seit nun 5 Jahren ist Cockerspaniel Balou am ZFP im Einsatz.  Nach einer einjährigen Hundeausbildung, die er gemeinsam mit „Frauchen“ Nicole absolvierte und auch im Nachhinein von ihr fortgesetzt wurde, kann er auf ganz vielfältige Weise eingesetzt werden.  Durch das konsequente, aber liebevolle Training kann er mittlerweile sogar würfeln und kann somit  mit den Jugendlichen „Mensch Ärgere Dich Nicht“ spielen.  Bei Bewegungsspielen oder Spaziergängen  wirkt Balou motivierend. Die Schulpausen vergehen für die Schüler wie im Flug,  wenn sie mit Balou Fangen spielen dürfen. Der Hund wird als wertvolle Hilfe in der pädagogischen Arbeit mit den Schülern einbezogen. So wird Balou zum Pädagogen auf vier Pfoten.

 

Nicole hatte bei dem Kauf eines Schulhundes genaue Vorstellungen: Bei einer Züchterin fand sie einen äußerst sozialen Hund, der nicht zu groß ist (einfaches Mitnehmen), nicht zu klein (Stolpergefahr), sehr agil ist und mit Freude am Erlernen von Tricks … Balou!

 

Die tägliche Arbeit im ZFP Eupen stellt für den Schulhund eine Herkules-Aufgabe dar, die ihm sehr viel Konzentration abverlangt.  Er saugt wie ein Schwamm Gefühle und Stimmungen auf und braucht dementsprechend viele Ruhephasen als „einfacher“ Hund.  Zu häufige Einsätze wären schädlich für ihn und würden sich durch körperliche Stresssymptome oder gar Verweigerung äußern. 

 

Einsatzmöglichkeiten:

Konzentrationsübungen:

Mit gezielt gestellten Aufgaben unterstützt  der Hund den Pädagogen bei Konzentrationsübungen und Gedächtnisaufgaben. So kann er zum Beispiel bei Rechenspielen eingesetzt werden. Die Schüler erlernen den Umgang mit Mengen, Zahlen und Größen. Balou - unser Therapiehund - kann mit einem Schaumgummiwürfel würfeln, er stupst Farbbälle an oder holt auf Anfrage Gegenstände. Hier gilt der Hund als Motivator. Die Schüler lernen Tricks mit dem Hund, dabei müssen sie die Anweisungen verstehen, sie sich merken und dann umsetzten.

Sozialkompetenztraining:

Der Hund unterstützt den Pädagogen bei der Förderung der sozialen Fertigkeiten der Schüler. Zu diesen sozialen Fertigkeiten gehören Kritikfähigkeit, Kooperationsbereitschaft oder Selbstreflexion. Hierzu werden gezielte Übungen in der Gruppe oder in Einzelarbeit eingesetzt. Die Schüler lernen eine Führungsrolle im Umgang mit dem Hund zu übernehmen. Es geht vor allem darum, dass die Schüler und der Hund miteinander in Kommunikation treten. Das Erlernte können sie dann später auf die zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktionen übertragen.

Bewegungsspiele:

Balou springt auf und über Gegenstände, springt durch Reifen, klettert und kriecht auf Kommando. Die Schüler bauen mit verschiedensten Materialien selbstständig einen Parcours auf. Dies fördert unter anderem die Kreativität und die Freude an der Bewegung.

 

 

Hier geht es zum Video vom Projekt "Pädagogik auf 4 Pfoten". Das Video schildert unsere Arbeit mit den Hunden.

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