Integration Sekundar

Integration in ostbelgischen Sekundarschulen

Am Ende der Primarschulzeit muss ein neues Kaleido-Gutachten erstellt werden, in dem der sonderpädagogische Förderbedarf überprüft wird, damit der/die Schüler/-in auch weiterhin die sonderpädagogischer Förderung erhält.
Daraufhin findet in der Schule eine Förderkonferenz statt, bei der alle Parteien zusammen folgende Entscheidungen treffen:

 

  • Beschulung nach Rahmenplan / individueller Förderplan
  • Fördermittel
  • Förderziele
  • Fördermaßnahmen
  • Unterrichtsform (A- oder B-Klassen)
  • Förderort. Hier muss abgeschätzt werden, welche Sekundarschule am besten auf die spezifischen Bedürfnisse des Schülers eingehen kann und wird.

 

Die Förderschwerpunkte können in den Bereichen Lernen, Sprache, Motorik, Autismus, Teilleistungsstörungen, etc. festgelegt werden.
Die Absicht der Integration ist es, den/die Schüler/-in bei dieser Veränderung zur Seite zu stehen, ihn bzw. sie zu motivieren und zu unterstützen, damit er/sie die festgelegten Förderziele erreichen kann. Auch wird ihm/ihr weiterhin ein integratives Schulsystem angeboten, das in Absprache mit den/der Lehrern/-innen und zum Wohle des/der Schülers/-in in der Klasse oder mittels einer Einzelförderung geschieht.
Schüler*innen, die den Grundschulabschluss nicht haben, können diesen innerhalb von 2 Jahren im Sekundarbereich nachholen. Erhalten sie das Abschlusszeugnis der Grundschule, können sie im allgemeinbildenden Unterricht der Sekundarstufe starten. Bleibt weiterhin ein sonderpädagogischer Förderbedarf bestehen (Kaleido-Gutachten), kann der/die Schüler/-in in den Genuss von Integrations-stunden kommen, sofern die aufnehmende Schule dem zustimmt.
Erhalten Schüler*innen nicht das Abschlusszeugnis der Grundschule, bestehen mehrere Möglichkeiten:

 

Orientierung zum allgemeinbildenden Unterricht

Weist der/die Schüler/-in sonderpädagogischen Förderbedarf in bestimmten Bereichen auf (z.B. Hör- oder Sehbeeinträchtigung, Autismus, etc.) und konnte nicht das Abschlusszeugnis der Primarstufe erhalten, besteht die Möglichkeit, dass Kaleido Ostbelgien ein neues Gutachten erstellt und der/die Schüler/-in zum allgemeinbildenden Unterricht orientiert wird. In diesem Fall kann eine weitere Begleitung durch geschultes Fachpersonal stattfinden, sofern die aufnehmende Sekundarschule dazu bereit ist.
 

Berufliche Abteilung bzw. differenzierter Unterricht im Sekundarschulwesen

Hier hat der/die Schüler/-in die Möglichkeit, seinen Grundschulabschluss innerhalb von zwei Jahren nachzuholen.
Besteht er/sie das 3. Jahr der beruflichen Abteilung, kann er/sie eine Lehrausbildung beginnen oder weiter die berufliche Abteilung besuchen.
àAuch in der beruflichen Abteilung (RSI) haben die Schüler*innen die Möglichkeit, weiterhin integrativ gefördert zu werden, falls die Förderkonferenz dies für angemessen befindet.
 
Sollte sich das Förderschulwesen als der geeignete Förderort erweisen, besteht für jede(n) Integrationsschüler*in die Möglichkeit, seine/ihre schulische Laufbahn in der berufsbildenden Abteilung in der Fördersekundarschule fortzusetzen.
Im Diplom des/der Schülers/-in wird nicht vermerkt, dass er integrativ betreut wurde.

Kontakt:

ZFP Integration Nord

Petra Schmitz

Monschauer Straße 26

4700 Eupen

Tel.: +32 87 32 93 36

Gsm: +32 486 71 14 12

petra.schmitz@zfp.be

 

ZFP Integration Mitte

Alwine Mackels

Wirtzfelder Weg 6

4750 Bütgenbach

Tel.: +32 80 44 52 90

Gsm: +32 490 44 80 11

alwine.mackels@zfp.be

ZFP Integration Süd

Françoise Backes

Luxemburger Straße 2

4780 St. Vith

Tel.: +32 80/ 22 73 04

Gsm: 32 490 44 80 08

francoise.backes@zfp.be

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