AUTISMUS-SPEKTRUM-STÖRUNGEN (ASS)

 

1. Allgemein

Es ist ziemlich schwierig von Autismus im Allgemeinen zu sprechen, da jeder Mensch, bei dem diese Diagnose gestellt wurde, trotzdem anders ist und einzigartig bleibt.

 

Dennoch gibt es einige Merkmale, die diese Menschen mehr oder weniger gemeinsam haben. Aus diesem Grund spricht man heutzutage von „Autismus-Spektrum-Störungen“ (ASS). Diese Art von Störungen führt immer zu Auffälligkeiten in drei Bereichen der Persönlichkeitsentwicklung:

 

  • in der Kommunikationsfähigkeit,
  • im Sozial- und Kontaktverhalten,
  • im Spektrum an Handlungen und Interessen.


Eine ASS kann nur von einem/einer Kinder- oder Jugendpsychiater/-in oder einem/einer klinischen Psychologen/-in festgestellt werden. Innerhalb des autistischen Spektrums unterscheidet man zwischen dem frühkindlichen Autismus, dem Asperger-Syndrom und dem atypischen Autismus.

2. Arbeit im Zentrum für Förderpädagogik

So vielfältig die Formen und Symptome einer ASS sind, so vielfältig ist auch die Form/Organisation der Förderung.
Schüler/-innen mit ASS werden in verschiedenen Klassen/Lerngruppen beschult. Gleich in welcher Niederlassung des ZFP wird bei der Ankunft des/der Schülers/-in geschaut, wo dieser/diese im schulischen und sozialen Bereich steht oder angekommen ist. Auch wird geschaut welcher Lernort am bestmöglichsten auf seine/ihre Bedürfnisse eingehen kann.
Verschiedene Klassen sind spezialisiert im Umgang mit Personen mit ASS. Es gibt auch einige Schüler/-innen mit einer ASS, die dem Regelschulunterricht mit einer integrativen Förderung folgen.

 

Die Ressourcen jedes/jeder einzelnen Schülers/-in bleiben im Mittelpunkt und der Rahmen wird an die individuellen Bedürfnisse bestmöglich angepasst. Die individuelle Förderung von Schülern/-innen mit einer ASS orientiert sich an folgenden Förderschwerpunkten:

 

  • die räumliche und zeitliche Orientierung,
  • die Motivation,
  • die Kommunikation,
  • die Sinneswahrnehmung und die Reizverarbeitung, das Sozialverhalten,
  • die Motorik.

 

Die individuelle Förderung findet in dem Rahmen des schulischen und gesellschaftlichen Lebens statt. Neben den eher „schulischen“ Aktivitäten werden auch lebenspraktische und außerschulische Aktivitäten, in Hinblick auf die bestmögliche Teilhabe in der Gesellschaft, angeboten.
 
Regelmäßig finden Treffen und/oder Supervisionen mit unseren Partnern (siehe Punkt 4) statt. Des Weiteren bildet sich unser Personal in dieser Thematik stets weiter.

Der TEACCH Ansatz

Zum Teil arbeiten wir im ZFP mit dem TEACCH Modell, „Treatment and Education of Autistic and related Communication Handicapped Children“.


Einige TEACCH-Prinzipien:

 

  • Partnerschaft mit den Eltern,
  • Streben nach dem Maximum, nicht nach der Heilung,
  • Individuelle Diagnostik als Basis für individuelle Förderung,
  • Ganzheitlichkeit,
  • Strukturierung der Fördersituation,
  • Orientierung an den Stärken,
  • Langfristige angelegte Hilfen.

 

 

Die kognitiven Besonderheiten von Menschen mit einer ASS führen dazu, dass die pädagogische Förderung stets angepasst werden muss. Dazu gehören:

 

  • Die klare Strukturierung der Lernsituation und des Alltags (Zeit, Raum, Material, Abläufe, etc.);
  • Die Unterstützung durch visuelle Informationen zum besseren Verständnis und als Erinnerungshilfe;
  • Das Berücksichtigen längerer Reaktionszeiten;
  • Das Gebrauchen einer konkreten und eindeutigen Sprache;
  • Das Einsetzen von „ungewöhnlichen“ Motivationshilfen;
  • Die klare Strukturierung der Aufgabe (eine nach der anderen);
  • Das Begrenzen von komplexen Handlungen;
  • Die Anwendung klarer Regeln bei Aufgabenstellung anstelle der Einschätzungen seitens des Schülers zu verlangen;
  • Die individuelle Aufgabengestaltung;
  • Die „speziellen“ Interessen zum Ausgangspunkt der Förderung zu machen;
  • Die Übertragung von bereits erlangten Fähigkeiten von Kontext zu Kontext;
  • Die Arbeit an der Freizeitgestaltung und der selbstständigen Beschäftigung;
  • Das Anbieten eines Flexibilitätstraining.

Unsere Partner

Die Eltern/Erziehungsberechtigten sind unsere wichtigsten Partner. Ein regelmäßiger Austausch zwischen ihnen und der Schule ist besonders wichtig. Die Eltern/Erziehungsberechtigten kennen ihr Kind am besten und können so essentielle Informationen und Beobachtungen liefern, die für die pädagogische Arbeit innerhalb der Schule wichtig sind. Zudem haben die Eltern/Erziehungsberechtigten das Recht konkrete und nachvollziehbare Informationen über die professionelle Förderung seitens der Schule zu bekommen.

 

Die Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben
www.selbstbestimmt.be

 

Die Susa (Service Universitaire Spécialisé pour personnes avec Autisme)
www.susa.be

 

Autea
www.autea.be

 

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